Es gibt diesen Satz, den ich in meinen Coachings immer wieder höre. Er kommt meistens leise, fast entschuldigend: «Ich weiss auch nicht … es ist alles gut. Aber irgendwie komme ich nicht an mich ran.»

Da ist etwas in dir. Mehr Tiefe, mehr Wahrheit, mehr Leben. Du spürst es an manchen Tagen ganz deutlich – und im nächsten Moment liegt es wieder hinter einer Art Nebelwand. Du weisst, dass es da ist. Du kommst nur nicht hin.

Wenn du das kennst: Du bist damit nicht allein. In meiner Arbeit mit Seelenzentriertem Coaching in Laax begegnen mir immer wieder dieselben fünf inneren Hürden. Und das Ermutigende daran ist: Sie sind keine Charakterfehler. Sie sind Schutzmechanismen, die einmal einen Sinn hatten – und die sich lösen lassen.

1

Der Glaube «Ich bin nicht genug»

Er ist selten laut. Meistens sitzt er im Hintergrund und lenkt trotzdem alles. Du erkennst ihn nicht an dem, was du denkst, sondern an dem, was du tust: Du vergleichst dich. Du machst es noch einmal besser. Du schiebst auf, weil es sowieso nie genügen wird. Oder du kritisierst dich für Dinge, die du bei anderen niemals verurteilen würdest.

Das Perfide daran: Je mehr du leistest, desto stärker bestätigt sich der Satz. Denn irgendwo hörst du nie auf, dich zu beweisen.

Was hilft

Nicht mehr Leistung. Seelenzentriertes Coaching dreht die Frage um: Wir schauen nicht, wie du mehr wirst – wir schauen, wann du aufgehört hast zu glauben, dass du genug bist. Meist gab es dafür einen Grund, und meist war er einmal sinnvoll. Wenn du diesen Satz verstehst statt bekämpfst, verliert er seine Macht. Deine Seele kennt keine Bedingungen.

2

Du lebst Rollen – aber nicht dich selbst

Du bist die Verlässliche. Die Starke. Die, die es irgendwie hinkriegt. Alle wissen, dass sie auf dich zählen können. Und von aussen sieht es aus, als würdest du dein Leben im Griff haben.

Innerlich aber wirst du leerer. Du erfüllst Erwartungen so lange, bis du nicht mehr sagen kannst, welche davon überhaupt deine eigenen waren.

Was hilft

In meinen Coachings in Laax und Umgebung arbeiten wir mit den inneren Anteilen, die diese Rollen tragen. Welche Rolle spielst du gerade? Wem dienst du damit? Und – die wichtigste Frage – was möchtest eigentlich du in deinem Leben verkörpern? Die Rolle muss dabei nicht verschwinden. Sie darf nur aufhören, dich zu regieren.

3

Der Kopf ist zu laut, die Seele zu leise

«Ich spüre gar nichts mehr» – dieser Satz fällt oft. Und er wird meist mit einer Mischung aus Scham und Sorge gesagt, als sei da drinnen etwas kaputtgegangen.

Ist es nicht. Die Seele schweigt nicht. Sie wird übertönt. Dauerdenken, Grübeln, Planen, Optimieren – all das füllt den Raum so vollständig aus, dass die leisen Töne keine Chance haben, gehört zu werden.

Was hilft

Nicht besser denken – weniger. In einer seelenzentrierten Sitzung geht es nicht darum, ein Problem zu lösen, sondern darum, einen Raum zu schaffen. Für Stille. Für Spüren. Für das, was sich zeigen will, sobald es endlich Platz dafür gibt. Und dann meldet es sich meistens schneller, als du denkst.

4

Angst vor Veränderung – auch wenn es gerade nicht gut läuft

Wir bleiben erstaunlich lange in Situationen, die uns unglücklich machen. Nicht aus Dummheit, sondern weil das Vertraute berechenbar ist. Das Ungewisse dagegen fühlt sich an wie ein Sprung ins Dunkle.

Und so entscheiden wir uns immer wieder für das bekannte Unglück statt für das unbekannte Glück.

Was hilft

Kleine Schritte. Wirklich kleine. Im Seelenzentrierten Coaching geht es nie ums Reparieren, sondern ums Erinnern – und Erinnern braucht keinen Sprung, sondern Verbindung. Wer du wirklich bist, war nie weg. Der Weg dorthin muss dich nicht überfordern, um zu wirken.

5

Alte Verletzungen und unbewusste Glaubenssätze

Dein Verstand sagt: «Ich will frei sein.» Und irgendwo tief in dir flüstert eine ältere Stimme: «Du darfst nicht.»

Dieser Widerspruch ist kein Zeichen von Schwäche. Er ist normal. Erfahrungen hinterlassen Spuren, und manche davon haben ihre eigene Meinung darüber, was für dich sicher ist. Solange du sie ignorierst, lähmen sie dich – nicht aus Bosheit, sondern weil sie dich schützen wollen.

Was hilft

Wir begegnen diesen inneren Geschichten mit Mitgefühl statt mit Widerstand. Nichts wird weggedrängt, nichts überwunden. Und dann geschieht etwas Erstaunliches: Die Energie beginnt sich zu lösen – wie ein Knoten, der einfach nicht mehr festgehalten werden muss.

Deine Seele kennt den Weg – aber manchmal braucht sie deine Erlaubnis

Vielleicht hast du dich in einer dieser fünf Hürden wiedererkannt. Vielleicht in mehreren. Das ist kein schlechtes Zeichen – im Gegenteil. Erkennen ist bereits der erste Schritt der Bewegung.

Es geht nicht darum, etwas an dir zu reparieren. Es geht darum, dich zu erinnern, wer du in Wahrheit bist.

Ob du aus Laax kommst, aus Flims, aus Chur, aus dem übrigen Graubünden oder von ganz woanders – wenn du spürst, dass du wieder näher zu dir selbst finden möchtest, dann könnte Seelenzentriertes Coaching genau der richtige Weg für dich sein. Die Begleitung ist vor Ort in Laax oder online möglich.

Ich lade dich ein: Lass uns gemeinsam hinschauen. In einem geschützten, urteilsfreien Raum, in deinem Tempo.

Regula Lieberherr, Seelenzentrierter Coach in Laax, Graubünden
Regula Lieberherr begleitet Menschen in Laax, Graubünden und online zurück in ihre Mitte.

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